Der Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz findet jährlich am 28. April 2022 statt. Seine Wurzeln lassen sich bis zum Workers Memorial Day aus dem Jahr 1984 zurückverfolgen. 2001 erfolgte die Anerkennung des Arbeitergedenktages durch die Internationale Arbeitsorganisation. Hauptsächlich steht dieser Tag im Sinne des Arbeitsschutzes. Zu den festen Aspekten der Kampagnen und Events zählen sichere, gesunde und menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Dieses Jahr lautet das Motto „sichere Jobs JETZT“.

In den letzten Jahren sind die Bedingungen zum Arbeiten hinsichtlich der Arbeitssicherheit schon wesentlich verbessert wurden, jedoch reicht dies immer noch nicht aus. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) waren im Jahr 2016 Arbeitsbedingte Krankheiten und Verletzungen für den Tod von 1,9 Millionen Menschen verantwortlich. Zum größten Risikofaktor mit der größten Arbeitsbedingten Krankheitslast zählen lange Arbeitszeiten.

Bei uns in Deutschland werden viele Bedingungen zu diesen Themen in Gesetzen geregelt.

Dazu gehören unteranderem:

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
  • Arbeitszeitgesetz (ArbZG)
  • Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG)
  • Mindestarbeitsbedingungsgesetz (MiArbG)
  • Mutterschutzgesetz (MuSchG)

Auch trotz dieser ganzen Regelungen gibt es immer noch viele Arbeitsbedingungen, die nicht optimal für die Gesundheit der Arbeitnehmer sind. Dazu zählen insbesondere Schichtarbeit, hohe körperliche und psychische Belastungen. Die Bedingungen variieren jedoch stark je nach Branche.

Ein ebenfalls großer Themenpunkt bei der Arbeitsbelastung stellen Muskel-Skeletterkrankungen (MSE) dar. Rund 60% der Arbeitnehmer in der EU geben MSE als schwerwiegendstes Gesundheitsproblem an. Hierzu gibt es viele hilfreiche Informationen von der Europäischen Arbeitsschutzkampagne:  https://healthy-workplaces.eu/de